Der Volksmord
und die komplette Versklavung der „Zigeuner“ im dritten Reich.
Wie eine Volksgruppe den Hass einer faschistischen Gesellschaft und
ihrer
rassistischen Ideologie ertragen
musste.
Durch die Übernahme der NSDAP 1933
wurden die ersten Sanktionen mit dem „Gesetz zur Verhütung
erbkranken Nachwuchses“ gegen die Sinti und Roma erlassen. Somit
begann ihre
Einweisung in die Konzentrationslager
und der erste Schritt zum Völkermord erfolgte.
Mit den „Nürnberger Gesetzen“
wurden die Sinti und Roma mit den Juden zu Bürgern
mit eingeschränkten Rechten und
gehörten nun zu den „artfremden Rassen“. Ihnen wurde jegliches
Recht entzogen, in sozialen Kontakt mit deutschen Bürgern zu treten,
das führte zur komplette Ausgrenzung und Ausbeutung im alltäglichem
Leben. Bevor die Olympischen Spiele in Berlin stattfinden sollten,
wollte man alle Sinti und Roma aus dem Stadtbild entfernen. Deshalb
errichtete man ein KZ- ähnliches Zwangslager in Berlin-Marzahn mit
Platz für Hunderte von Menschen. Alle Insassen mussten in
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| Ab 1: Vor der Deportation nach Auschwitz: Sinti-und-Roma-Lager |
anliegenden Privatunternehmen Zwangsarbeit verrichten. Himmler nahm
sich als Ziel bei einer Konferenz am 21. September 1939, alle
restlichen „30.000 Zigeuner“ in das besetzte Polen zu
deportieren. Im Mai 1940 begannen dann die Massendeportionen ganzer
Sinti und Roma- Familien in den Osten. Gleichzeitig wurden alle Sinti
und Roma aus der Wehrmacht wegen von „rassenpolitischen Gründen“
entlassen. Nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion im
Sommer 1941 wurden hinter der Front systematisch Sinti und Roma von
Einsatztruppen der SS, sowie der Wehrmacht exekutiert. Es bestand
kein Unterschied zwischen „Zigeunern“ und Juden, laut des
Kriegsverbrechers Otto Ohlendorf. Sinti und Roma mussten
gleichermaßen, wie die Juden,
ein Armband mit einem „Z“ im
Warschauer Ghetto tragen. Bei der Ankunft in einem KZ, wurden sie in
„arbeitsunfähige“ und „arbeitsfähige“ Gruppen eingeteilt.
Die „Arbeitsunfähigen“ wurden meist sofort hingerichtet und die
„Arbeitsfähigen“ mussten in verschieden Arbeitsbereichen
arbeiten unter menschenunwürdigen Umständen. Im Zeitraum Juni bis
September
1942 wurden mehr als 25.000 rumänische
Sinti und Roma ermordet. Himmler erreichte den
Höhepunkt der NS- Perversität mit den
Erlass eines „Zigeunerlagers“ in Ausschwitz
für rund 13.000 Sinti und Roma, aus
dem deutschem Reich. Am 23. März 1943 begannen
dann die Massenvernichtungsaktionen. Es
kam jedoch noch schlimmer, der für seine
grausamen Menschenexperimenten
berüchtigte Lagerarzt Josef Mengele begann seine medizinischen
Versuche an den Sinti und Roma, vor allem an Mengeles
„Zwillingsforschung“ verloren viele Menschen ihr Leben. Als das
„Zigeunerlager“ am 2. August 1944 aufgelöst wurde, wurden die
letzten „900 Überlebende, zumeist Kinder, Frauen und Alte, in der
darauffolgenden Nacht in den Gaskammern ermordet. Sinti und Roma
nennen den Völkermord auf Romani „Porajmos“, was übersetzt „das
Verschlingen“ bedeutet. Der Porajmas forderte wohl mehr als 500.000
Opfer, jedoch sind die genauen Zahlen noch unbekannt da viele Sinti
und Roma nicht registriert waren. Zum Glück geschah das Ziel der
Mordpolitik der vollständigen Vernichtung der Minderheit vom
Säugling bis zum Greis nicht. Heutzutage leben wieder 70.000 Sinti
und Roma in Deutschland.

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